Der Begriff „Liturgie“, der vom altgriechischen Wort leiturgeia („öffentlicher Dienst“) abgeleitet wurde, bezeichnet den festgelegten Ablauf des Gottesdienstes, die Worte, Handlungen und Gesten, die in ihm vorkommen.
Ein Gottesdienst ist einerseits ein Dienst Gottes am Menschen, dies wird u.a. durch die vom Heiligen Geist inspirierte Predigt, die Feier der Sakramente und den Segen deutlich; andererseits bedeutet Gottesdienst Dienst des Menschen vor Gott, der sich in Gesang, Gebet und Bekenntnis zeigt.
Die Worte, die innerhalb des liturgischen Ablaufs gesprochen werden – wie z.B. der trinitarische Eingang, die Fassung des Vaterunsers, die Absolutions- und Konsekrationsformeln und auch die liturgischen Gesten – sind verbindlich. Diese Forderung ist notwendig, um deutlich werden zu lassen, dass das gottesdienstliche Geschehen nicht willkürlich ist und den Vorlieben Einzelner entspricht. Die Geschwister wollen sich ja auch sicher sein, dass der Gottesdienst in der Einheit mit dem Apostolat vollzogen und die rechtmässige Spendung der Sakramente nicht durch subjektive und willkürliche Änderungen und Zusätze angezweifelt werden kann.
Man sollte sich bewusst sein: Jedes Wort und jeder Gestus innerhalb des liturgischen Geschehens ist von Bedeutung und steht in Zusammenhang mit Lehre und Glauben unserer Kirche.
Mit dieser Thematik befassten wir uns Apostel am Samstag mit allen Gemeindevorstehern, mit allen Brüdern der Bezirksleitungen und den Bischöfen der Schweiz. Diese Tagung fand in Sursee statt. Rund 170 Teilnehmer nahmen während dieses Tages an verschiedenen Workshops teil:
Workshop 1
- Vorbereitung und Eröffnung des Gottesdienstes
- Bibelwort / Bibellesungen
- Abschluss und Segensspendung
Workshop 2
- Heiliges Abendmahl
Workshop 3
- Vorbereitung auf die Sündenvergebung
- Besinnung und Busslied
- Einleitungsworte und das Gebet “Vaterunser”
- Freisprache - Absolution
Workshop 4
- Gebete im Gottesdienst
Am Sonntag feierten wir einen gemeinsamen Gottesdienst in unserer Kirche in Zofingen. Die Gegenwart Gottes erfüllte die Herzen aller Teilnehmer. Ich bin von Herzen dankbar für jeden Gemeindevorsteher, den wir haben dürfen.
Glücklich und zufrieden geniesse ich den Sonntagabend zu Hause.
In herzlicher Verbindung grüsse ich euch alle,
Thomas Deubel