Senioren Herbstfahrt 2024 NAK Bezirk Basel

03.09.2024

Endlich ist es wieder soweit! Heute ist Dienstag der 3. September.
Die Seniorinnen und Senioren stehen schon um viertel vor 9 Uhr an der Gartenstrasse in Basel und schauen gespannt die Strasse hinunter, ob sich nicht der ExclusivCar der Firma Sägesser vom Aeschenplatz her nähert. Der Himmel ist leicht mit dünnen Wolken überzogen, die Temperatur angenehm.

Man begrüsst sich gegenseitig und freut sich auf die gemeinsame Reise.

Jetzt kommt er – der ExclusivCar – er hält genau vor uns an. Der junge Fahrer, Marco Achermann, öffnet die Türen – wir werden von den Seniorinnen und Senioren von Rheinfelden kommend, herzlich begrüsst. Oh, der Car ist ja schon fast voll, nur noch ganz hinten sind noch 6 Plätze frei.

Die Türen schliessen und wir rollen via Güterbahnhof Wolf langsam auf die Autobahn Richtung Belchentunnel dem nächsten Einsteigeort Diegten zu, wo noch weitere 6 Geschwister zusteigen möchten. Diese sehen uns kommen, winken uns zu – der Fahrer fährt aber – wie wenn er sie nicht mitnehmen wollte – an Ihnen vorbei die steile Dorfstrasse hinunter. Schade, dass wir ihre Gesichter nicht gesehen haben! Der Fahrer dreht tatsächlich eine Dorfrunde und hält schliesslich nach ein paar Minuten genau vor ihnen, öffnet die Türen und die 6 Geschwister werden mit grossem Applaus begrüsst. Der letzte Platz ist belegt, wir sind eine stattliche Zahl von 48 Teilnehmerinnen und Teilnehmern.

Kaum wieder auf der Autobahn meldet sich der Fahrer am Mikrofon und entschuldigt sich für das eben erlebte Missgeschick. Auf der Autobahn herrscht lebhafter Betrieb. Zeitlich sind wir gut dran. Der Fahrer verlässt die Autobahn Richtung Sursee und wir fahren gemütlich dem Sempachersee entlang und geniessen die herrliche Aussicht auf See und Berge. Jetzt erreichen wir Rothenburg – unser erster Kaffeehalt im Restaurant Chärmatt.

Wohlgestärkt geht die Fahrt um 11.30 Uhr via Luzern – Beckenried nach Seelisberg. Eine herrliche Aussicht bietet sich uns auf den Vierwaldstättersee. Die Berge sind noch in Nebelschwaden gehüllt, die Sonne drückt sich aber langsam durch und die Temperatur steigt von Stunde zu Stunde. Wir haben wirklich tolles Wetter!

Im Hotel Bellevue, Panoramarestaurant, sitzen wir alle zusammen in einem Raum mit einer riesigen Fensterfront durch welche sich uns ein gewaltiger Ausblick auf den See und auf die gegenüberliegende Axenstrasse anbietet. Jetzt kommen die Handys und Fotokameras zum Einsatz. Es ist wirklich fantastisch was es hier an Naturschönheiten zu sehen gibt.

Jetzt wird es plötzlich ruhig im Saal, das Mittagessen wird zügig serviert. Urner Heusuppe – das Heu haben wir vergeblich gesucht – dafür schwammen ein paar Erbsenkügelchen in der Suppe. Aber die zufriedenen Gesichter lassen erahnen, dass es allen geschmeckt hat.

Um ca. 14.35 Uhr nähern wir uns dem Höhepunkt unserer Reise: die Talfahrt mit der Treibbahn nach Treib. Die Endstation befindet sich unmittelbar vor der Schiffhaltestelle. Wir laufen alle zu Fuss ca. 100 Meter hinunter zur Einsteige Station. Die Gesellschaft wird auf zwei Fahrten aufgeteilt. „Mamma mia“ geht das steil runter. Die Begleiterin schliesst die Türe und die Bahn setzt sich langsam in Bewegung. Wir befinden uns auf 800 Meter Höhe. Wie oft wird das Zugseil pro Jahr kontrolliert? fragt ein Mann die Begleiterin. Einmal pro Jahr – und wenn es reisst? - gleiten wir alle zusammen auf der Schiene unten in den Vierwaldstättersee. Nein, nein, wir haben eine Notbremse, die Bahn steht dann bockstill – das haben wir schon viele Male getestet. Die Bahn ist schon 108 Jahre alt. Der Panoramablick ist gewaltig – aber nach 6 Minuten Fahrzeit sind wir schon unten und warten auf das ankommende Schiff nach Flüelen.

Das Wetter hat sich ganz prächtig entwickelt, die Sonne scheint und es ist recht warm geworden.

Kurz nach 15 Uhr besteigen wir das Schiff Richtung Flüelen via Brunnen, Rütli, Bauen und Isleten. Die Fahrt dauert etwa eine Stunde. Ich höre ein bisschen herum, was sich da gegenseitg alles erzählt wird. Herrlich, meint eine Seniorin, das kühle Windchen im Gesicht und ein älterer Senior schaut auf den See und sagt leise vor sich hin – wir wissen gar nicht wie gut wir es haben. Da streckt ein rüstiger Mann seinen Arm aus und sagt, dort drüben in Brunnen habe ich 1961 mit meinem Rösli Verlobung gefeiert. Und wer war das wohl? (Rösli und Ruedi Zimmermann)

Schade, dass wir schon in Flüelen ankommen und aussteigen müssen. Kaum wieder Festland betreten, spüren wir die sommerliche Wärme und sind froh, in den klimatisierten Car einsteigen zu können.

Die Fahrt geht weiter entlang der Axenstrasse Richtung Luzern – Belchentunnel – Diegten – Basel.

Eine erlebnisreiche, schöne Herbstfahrt geht zu Ende und wird uns wohl noch lange in Erinnerung bleiben.

Herzlichen Dank dem Fahrer, Marco Achermann, der uns so sicher durch diesen Tag chauffiert hat. Vielen Dank dem Organisationsteam und an alle, die zu diesem gelungenen Tag beigetragen haben.

Der allergrösste Dank geht aber hinauf zu Gott, unserem Vater, der uns diesen sonnigen Tag geschenkt und uns mit Engelschutz begleitet hat.Wir freuen uns auf die nächste Reise!

Text W.G