Gottvertrauen

15.06.2024

Am 15.06.2024 besuchte Bischof Peter Jeram zusammen mit Hirten Thomas Ranalter die Station der Neuapostolischen Kirche in Lienz in Osttirol um gemeinsam mit den Glaubensgeschwistern Gottesdienst zu feiern.

Dem Gottesdienst lag das Bibelwort aus 2 Mose 20, 2.3 zugrunde: "Ich bin der Herr, der ich dich aus Ägyptenland, aus der Knechtschaft, geführt habe. Du sollst keine anderen Götter haben neben mir".

Zu Beginn ging der Bischof darauf ein, dass wir Gott oft die Schuld zuschieben, wenn etwas in unserem Leben nicht funktioniert. Aber hören wir immer auf den Rat Gottes, vertrauen wir seinem Wort? Im Alltag meinen wir manches Mal, dass wir doch wissen, was gut für uns ist. Wenn die Dinge dann anders laufen als geplant, fragen wir Gott schnell nach dem Warum, obwohl er nichts für unsere Fehlentscheidungen kann. Vertrauen wir Gott, er hat für uns die Basis für unser natürliches aber auch unser geistiges Leben geschaffen.

«Trachte zuerst nach dem Reich Gottes.» Wenn wir das zulassen, erklärte der Bischof, ist Gott immer um uns herum, in all unseren täglichen Freuden und auch Sorgen. Er ist auch in besonderer Weise in uns, hat uns angenommen. Wieviel Platz hat Gott in unserem Leben? Gott wendet sich nicht von uns ab. Er sieht uns, wir jedoch müssen vertrauen und ihn an die erste Stelle in unserem Leben stellen. Es gibt viele Sorgen und Probleme in der Welt, viel Böses. Machen wir uns bewusst, dass dies nicht von Gott kommt, sondern vielmehr die Abwesenheit von göttlicher Wärme und Licht ist. Suchen wir daher immer wieder die Nähe Gottes, um Stück für Stück stärker in das Wesen Jesu hineinzuwachsen, damit wir ein Licht sein können für alle Menschen. Wir wollen uns auch nicht für klüger oder größer als Gott halten. Er alleine weiß, was wir oder unser Nächster brauchen. Beten wir dafür, dass wir immer besser den Willen Gottes erkennen.

Hirte Ranalter vertiefte in seinem Predigtbeitrag die Gedanken des Bischofs. 

Mit gemeinsamen Gesang bereiteten sich die Gottesdienstteilnehmer dann auf den Höhepunkt des Gottesdienstes vor. Zusammen konnten Freisprache von den Sünden und die Feier des Heiligen Abendmahl erlebt werden.

Es war wahrscheinlich das letzte Mal, dass Bischof Jeram in seiner aktiven Amtszeit die Station Lienz besuchte. Umso schöner war es, dass nach dem Gottesdienst bei einer gemeinsamen Jause genügend Zeit für Gespräche blieb.

 

Th. Ranalter | N. Röthling