Woche 23 / 2024

04.06.2024

Kedves testvéreim és nővéreim a hitben! Nagyon boldog vagyok, hogy veled lehetek. (Meine lieben Glaubensgeschwister! Ich freue mich sehr, bei euch zu sein.) Noch einmal hatte ich Gelegenheit, die Geschwister in Ungarn zu besuchen.

Doch beginnen wir am Anfang und reisen in Gedanken nochmals durch die vergangene Woche.

Am Montag ging es bereits früh aus den Federn. Wien war Treffpunkt zwischen Ost und West. Während Apostel Cone aus Rumänien anreiste, hatten unsere Baufachleute aus Österreich eine kürzere Anreise. Bezirksapostelhelfer Deubel, Apostel Keller und ich kamen aus dem Westen. Grund der Tagung war die alljährliche Sitzung zur Festlegung des Budgets 2025 für unsere Bautätigkeit in den beiden Ländern Moldawien und Rumänien. Zur Erinnerung: in den beiden Ländern gibt es von der Hausgemeinde in der guten Stube bis zur Kirche insgesamt 110 Gemeinden.

Am Mittwochabend durfte ich eine besondere Freude erleben. Mit den Geschwistern der Gemeinden Dietikon und ZH-Albisrieden versammelten wir uns in der letztgenannten Kirche zum Gottesdienst. Unter anderem begleitete mich (ausser Programm) auch Apostel Reto Keller. Zur grossen Freude der Anwesenden erlebten wir die Ordination von zwei Diakoninnen und einem Diakon, eine der Diakoninnen für ZH-Albisrieden. Es sind bewegende Augenblicke, wenn Gott zum Dienst ruft und die Ausrüstung dazu gibt. Mit grossem Gottvertrauen, im Sendungsbewusstsein und der Herzensdemut werden diese Geschenke Gottes an die Gemeinde ihre Aufgaben versehen.

Nach einem kurzen Flug heisst es am Freitagabend für den Bezirksapostelhelfer und mich: «Üdvözöljük Budapesten» (Herzlich willkommen in Budapest). Bezirksältester Michael Wall holt uns am Flughafen ab. In der Nähe der ungarischen Hauptstadt übernachten wir in der Stadt Szentendre mit ihrem reizvollen barocken Stadtbild. Viel Schlaf gibt es allerdings nicht. Gegen Mitternacht zieht ein starkes Gewitter auf, der Regen prasselt mit grossem Lärm auf das zunächst noch halb geöffnete Dachfenster. Die Sorge um Wasser im Zimmer lässt mich aus dem Bett springen und Abhilfe schaffen. 

Am Samstagmorgen ist keine Zeit zum Ausschlafen. Schon früh machen wir uns auf den Weg nach Ostungarn in die Stadt Debrezen, nahe der Grenze zu Rumänien. Der Gottesdienst für unsere Geschwister aus den verschiedenen Gemeinden Ostungarns ist auf 11 Uhr festgesetzt worden, damit alle gut anreisen können. Miteinander erleben wir ein Stück Himmel durch das Wirken aus dem Heiligen Geist, die Gemeinschaft und das gemeinsame Singen.

Den Einsatz an der Orgel teilen sich die Geschwister auf, so dass alle ihre Begabung einbringen können. Eine besondere Freude bereitet das Hauptlied, das mit Cello und Orgel vorgetragen wird. 

Damit auch unsere nicht mehr reisefähigen Geschwister etwas von diesem Besuch haben, wird der Gottesdienst mit Bild und Ton übertragen. Der Glaubensbruder, der die Anlage üblicherweise bedient, befindet sich auf Malta und hat aus der Ferne den Aufbau und die Bedienung begleitet. 

Beim gemeinsamen Mittagessen gibt es noch manch schönen Austausch von Sorgen und Freuden. Ein Blick auf die Uhr zeigt, dass die Zeit zum Aufbruch gekommen ist. Wie die Begrüssung ist auch die Verabschiedung sehr herzlich und bewegend.

Für die Rückreise wählen wir den Weg durch die ungarische Puszta (eine steppenartige, fast baumlose Landschaft mit kontinentalem Klima) über Hortobágyi, wo es auch eine neuapostolische Gemeinde gibt. Dieser kleine Umweg lohnt sich, übt doch diese Gegend einen magischen Reiz auf die Reisenden aus. Am Abend sind wir um viel Erlebtes reicher (einen Gottesdienst mit anschliessender Gemeinschaft mit den Geschwistern, dazu viele schöne Gespräche, auch auf den insgesamt fast 500 Kilometern Weg, und … ziemlich müde).

An diesem Wochenende sind viele Auslandsungarn in das Land gereist, um an Grossdemonstrationen teilzunehmen. Der zunächst negativ anmutende Aspekt übersetzter Hotelpreise und fehlender Hotelzimmer in Budapest wird mehr als wettgemacht durch das schöne und preiswerte Hotel mitten im Grünen, ganz in der Nähe von dem Ort, wo zu Beginn Gottesdienste im Versteckten stattgefunden hatten.

Die Sonne strahlt am Sonntagmorgen vom wolkenlosen blauen Himmel und die Vögel zwitschern und singen um die Wette. In der Vorfreude auf die Begegnung mit den Geschwistern aus dem Westen Ungarns machen wir uns auf den Weg in unsere frisch renovierte Kirche.

Der kleine Stupser durch einen auffahrenden Autolenker hinterlässt zum Glück keine Schäden. Dieser Vorfall zeigt einmal mehr, dass eine bewahrte und unfallfreie Reise keine Selbstverständlichkeit ist.

Mehr als entschädigt werden wir dafür durch den herzlichen Empfang und die heilige Stimmung in der Gemeinde. Im Voraus wurde viel im Verborgenen vorbereitet, mit grossem Einsatz haben der Chor und die Organisten geübt und manche Handreichung hat zum guten Gelingen beigetragen. Dahinter steht die Liebe zu dem, welchem wir alles zu verdanken haben. Das kommt auch im wunderschönen Altarschmuck zum Ausdruck.

Der Festtag wird noch reicher durch eine Glaubensschwester, die die Gabe des Heiligen Geistes erhält und durch die Gemeinschaft im Heiligen Abendmahl für die Entschlafenen. Auch dieser Gottesdienst wird im Internet übertragen.

Der Abflug ist auf den Nachmittag angesetzt. So haben wir nochmals Zeit, um mit den Geschwistern Gemeinschaft zu pflegen und uns kulinarisch verwöhnen zu lassen.

Müde und überglücklich ist die beste Umschreibung für den Zustand, in dem wir nach Hause zurückkehren.

Viszlát! Szívünkben összekötve maradunk. – Auf Wiedersehen! Wir bleiben im Herzen verbunden.