Tauffest in der Gemeinde Wil

09.07.2023

Wie wertvoll, wenn die Kinder schon früh den „Stallgeruch“ aufnehmen können und so Jesus Christus kennenlernen und die Nähe Gottes erfahren!

Gottesdienst mit Taufhandlung durch den Gemeindevorsteher

Am Sonntag, 09. Juli 2023 hielt der Vorsteher den Gottesdienst und durfte seine erste Taufhandlung durchführen. Er diente der Gemeinde mit dem Wort aus 1.Mose 28, die Verse 16+17.

Als nun Jakob von seinem Schlaf aufwachte, sprach er: Fürwahr, der Herr ist an dieser Stätte, und ich wusste es nicht! Und er fürchtete sich und sprach: Wie heilig ist diese Stätte! Hier ist nichts anderes als Gottes Haus, und hier ist die Pforte des Himmels.

Der Vorsteher beleuchtete in seinem Dienen die Geschichte von Jakob. Jakob war schon ein „Schlitzohr“, so wie er sich den Erstgeburtssegen erschlichen hatte. Er musste fliehen und machte unterwegs Rast. Da erlebte er die Gegenwart Gottes. Jakob träumte von der Himmelsleiter und erkannte den Ort, an dem er geträumt hatte, als heiligen Ort. Er weihte diese Stätte und nannte sie Bethel, was so viel heisst wie „Haus Gottes“. Diese Begebenheit zeigte, dass für Jakob der Segen Gottes wichtig war!

So sind uns auch der Gottesdienst und die Segenshandlungen heilig. Darin zeigt sich die Gegenwart und Liebe Gottes. Im Besonderen erleben wir das heute im Haus Gottes mit der Handlung der Heiligen Wassertaufe.

Im Predigtbeitrag vom Seelsorger der Tauffamilie erwähnte der Priester, dass der Vater des Taufkindes ein „Bauer“ mit Herz und Seele sei. Kaum auf der Welt, konnte der kleine Bub bereits den „Stallgeruch“ schnuppern. Der Vater nahm ihn mit in den Stall und das beruhigte das Kind. So ist es auch mit dem Gottesdienst. Jedes Gotteskind nimmt seinen ganz eigenen „Stallgeruch“, seine DNA oder seine Persönlichkeit, mit in die Kirche. Das ergibt dann den „Stallgeruch“, die DNA der Gemeinde. Wie wertvoll, wenn die Kinder schon früh den „Stallgeruch“ aufnehmen können und so Jesus Christus kennenlernen und die Nähe Gottes erfahren.

Vor der Taufhandlung wurde das Lied „Dir gehört mein Herz“ abgespielt. Im Anschluss begrüsste der Vorsteher die Eltern mit dem Täufling vor dem Altar. Der Vorsteher betonte, dass es ein grosses Geschenk ist, wenn man einem Kind das Leben schenken darf. Es ist aber auch eine Verantwortung! Das Kind braucht Nahrung, Nähe und Liebe. Das Kind wird sich nach den Eltern orientieren. Wenn wir nun hier stehen und den Taufsegen wünschen, ist es auch die Aufgabe und Pflicht der Eltern, dass sie dem Kind die Möglichkeit geben, den lieben Gott kennenzulernen. Dass man nicht nur für das leibliche Wohl des Kindes sorgt, sondern auch für das Herz und die Seele. Auch die Seele braucht Entwicklung - sie braucht einen Ort, wo man den lieben Gott kennenlernen kann und eine Beziehung aufbauen kann. Diese wird dann eine ganz persönliche Beziehung sein zwischen dem Täufling und dem lieben Gott.

Nach der Ansprache und dem Gebet, erfolgte die Aussonderung des Taufwassers und die Handlung der Heiligen Wassertaufe.