Als Grundlage für die Predigt diente das Bibelwort aus Apostelgeschichte 10, 34.35 vor: „Petrus aber tat seinen Mund auf und sprach: Nun erfahre ich in Wahrheit, dass Gott die Person nicht ansieht; sondern in jedem Volk, wer ihn fürchtet und Recht tut, der ist ihm angenehm.“
Der Apostel ging auf die im Chorlied enthaltene Aufforderung, das Wort Gottes ins Herz dringen zu lassen ein und wies auf die Vorbereitung auf den Pfingstgottesdienst hin. Er griff den Text aus dem Lied auf, dass wir das Heil erlangen möchten und zeigte auf, wie wir uns auf besondere Gottesdienste entsprechend vorbereiten können, um das zu empfangen, was Gott für uns vorgesehen hat.Gott will uns das geben, was unsere Seele nährt und sie so wieder zu Kräften kommen kann. Er empfahl den Zuhörenden die Einstellung von Samuel, der bezeugte: „Rede Herr, dein Knecht hört.“
Bezugnehmend auf das Bibelwort schilderte er die Situation des Apostels Petrus, der auf dem Dach betete und plötzlich ein Tuch vom Himmel herabschweben sah. Darin befanden sich Tiere, die nach seiner Glaubenslehre als unrein galten und die er zu essen aufgefordert wurde. Gott machte ihm jedoch deutlich, dass alles, was er für rein erklärt habe, auch tatsächlich rein sei.
Zuvor war Kornelius angewiesen worden, Boten zu Petrus zu senden, um ihn zu sich zu holen. Kurz darauf traf Petrus bei Kornelius und dessen Familie ein. Er erkannte, dass alle Versammelten den Heiligen Geist empfingen.
Gott offenbarte durch diese Veränderung seinen Erlösungsplan und dass er alle Menschen liebt. Sie dient als Beweis seiner grenzenlosen Liebe und seines Heilswerks für die gesamte Menschheit. Doch wie reagieren wir darauf? Obwohl wir nicht wissen, was im Herzen unserer Mitmenschen vorgeht, neigen wir oft dazu, vorschnell zu urteilen und zu verurteilen."
Einige Merkpunkte aus der Predigt
Der Glaube wurde Abraham zur Gerechtigkeit gerechnet.
- Gottesfurcht ist die erste Bedingung, um Gott zu gefallen. Bevor man mit ihm spricht, heiligt man sich
- Es ist wichtig, Gott zu gehorchen und zu akzeptieren, was er uns auf den Weg gibt.
- Wir sollen lernen, Gott wirklich als Gott zu behandeln und zu ihm mit Ehrfurcht zu sprechen, Geduld zu lernen und zu vergeben.
- Gerechtigkeit lässt Jesus Christus erkennen, seinen Tod und seine Auferstehung. Ebenso, dass er wiederkommen wird und uns heute gibt, was unsere Seele benötigt.
- Jesus sagt auch heute: „Ich liebe alle Menschen“. Er hat sich immer den Ausgeschlossenen und jenen, die am Rande standen, zugewandt und ihnen gegeben, was ihre Seele brauchte.
- Für unser Verhalten wies der Apostel - in Erinnerung an die Konfirmation in diesem Jahr - auf die „goldene Regel“ hin: „Alles nun, was ihr wollt, dass euch die Leute tun sollen, das tut ihr ihnen auch!“.
- Zudem erinnerte er an den Gottesdienst für Geistliche durch unseren Bezirksapostel, der die Aussage Jesu aufschloss: „Lernt von mir“. Dazu beschrieb er, wie Jesus den Menschen begegnet war, wie er statt der äusseren Person, das Herz, die Gesinnung anschaute.
- Als Beispiel für die göttliche Betrachtungsweise nannte er die Erwählung von David, der als unscheinbarer Hirtenjunge zum König gesalbt wurde.
- Wenn wir den Heiligen Geist arbeiten lassen, wird plötzlich aus einem Fremden ein Freund. Einem Menschen, bei dem wir Schmerz, ein seelisches Leiden feststellen, können wir zwar nicht heilen, aber ihn begleiten. Solchen können wir raten, sich zu Gott zu wenden, um wieder Freude und Frieden zu empfinden.
- Manchmal sind wir in einem Gefängnis, sind von Gedanken gefangen, und erhalten wieder Freiheit, wenn wir bereit sind, loszulassen. Wir können auch zur Befreiung von Menschen beitragen, wenn wir ihnen vergeben, für sie beten, ihnen die Hand reichen, sie begleiten. Letztlich wird Gott sie befreien, aber sie brauchen unsere Gebete, unseren Beistand.
Predigtbeitrag des Bezirksevangelisten
In der Vorbereitung auf den Pfingstgottesdienst sind wir durch das Dienen des Apostels berührt worden durch den Heiligen Geist. Er beschrieb unser Verhältnis zu Gott als „Liebesbeziehung“. Diese besteht darin, dass er uns liebt, so wie wir sind und sogar, wie wir uns verhalten. Mit jeder Sekunde, die verstreicht, sind wir eine Sekunde näher der Wiederkunft von Jesus Christus.
Zur Vorbereitung auf die Sündenvergebung und das Heilige Abendmahl erwähnte der Apostel den geschwächten Daniel, der durch eine Berührung wieder gestärkt wurde. Das wollen wir auch heute durch das Heilige Abendmahl erleben.
Der Chor setzte den Schlusspunkt mit dem freudigen Lied „Jauchzet und singet“.
Nach dem Gottesdienst verabschiedete sich der Apostel persönlich von drei Glaubensgeschwistern mit eingeschränkter Beweglichkeit, die er an ihrem Platz aufsuchte. Der Chor setzte den Schlusspunkt mit dem freudigen Lied „Jauchzet und singet“.