Woche 16 / 2025

22.04.2025

Karfreitag und Ostern

Aus den Leitgedanken dieser Woche entnehme ich folgende zwei Abschnitte:
«An Karfreitag gedenken Christen des Todes Jesu. Dieser Tod unterscheidet sich von allen anderen dadurch, dass er nicht ein Ende darstellt oder ein Scheitern, sondern dass er ein Heilsereignis von zentraler Bedeutung ist: Das Verhältnis zwischen Gott und Mensch wird bereinigt, das Heil steht nun allen offen, die an den Opfertod und die Auferstehung Jesu Christi glauben. Die Leiden und die Verspottung Jesu am Kreuz führen uns seine bedingungslose Liebe vor Augen.

An Ostern, dem Tag der Auferstehung, feiern wir den Sieg des Lebens über die Mächte des Todes. Auch die Auferstehung Jesu ist Ausdruck der Liebe Gottes zu den Menschen. Nun wird deutlich, dass die Kreuzigung Jesu nicht eine Niederlage ist, sondern ein Sieg. Die Auferstehung ist Grund dafür, dass auch wir angesichts von Leid und Tod auf den Sieg des Lebens vertrauen.»

Den Karfreitagsgottesdienst feierte ich in der Gemeinde Herisau (Bezirk St. Gallen), zusammen mit der Gemeinde Heiden. In diesem Gottesdienst versetzte ich einen Priester in den Ruhestand. Bischof Fässler begleitete mich. Wir erlebten eine sehr aufmerksame und freudige Gemeinde.

Den Ostergottesdienst hielt ich in der Gemeinde ZH-Albisrieden (Bezirk ZH-Nordost). In diesem Gottesdienst haben vier Kinder und zwei erwachsene Schwestern die Gabe des Heiligen Geistes empfangen. Zudem wurde ein Priester als Stellvertreter des Gemeindevorstehers ernannt.

Ein Gedanke zu diesen Festtagen möchte ich noch äussern: Einmal mehr wurde mir die Grösse der Liebe des Herrn Jesus bewusst, wie er sich noch am Kreuz um die Menschen sorgte, indem er: 

  • seine Mutter Apostel Johannes anvertraute;
  • sich um den Übeltäter an seiner Seite kümmerte und ihm versprochen hat, mit ihm noch heute im Paradies zu sein;
  • seinen Vater gebeten hat, seinen Peinigern zu vergeben.

Mir ist bewusst, dass wir manchmal selbst stark gefordert oder mit eigenen Sorgen zu kämpfen haben. Wenn es allerdings Jesus Christus möglich war, noch am Kreuz Zeichen der Liebe zu setzen, sollte es uns mit seiner Hilfe möglich sein, trotz der Verhältnisse, in denen wir uns befinden, Gutes zu tun.

Herzliche Grüsse
Thomas Deubel