Bezirksevangelist Black legte seiner Predigt ein Wort aus Matthäus 27, 39.40 zu Grunde: «Die aber vorübergingen, lästerten ihn und schüttelten ihre Köpfe und sprachen: Der du den Tempel abbrichst und baust ihn auf in drei Tagen, hilf dir selber, wenn du Gottes Sohn bist, und steig herab vom Kreuz!».
Zu Beginn dankte der Bezirksevangelist einem jungen Glaubensbruder für seinen Mut und seine Bereitschaft, den langen Text der Bibellesung vor einer grossen Gottesdienstgemeinde vorzutragen. Und er wies auf den Charakter des Karfreitags Gottesdienstes hin, keine Trauerfeier sondern viel mehr ein Trostgottesdienst. In einigen Ländern wird der Karfreitag als «Good Friday», als der »Gute Freitag» bezeichnet, weil mit diesem Tag alles Trennende, alles Leid und alle Sündhaftigkeit überwunden wurde. Damals zerriss der Vorhang im Tempel als Zeichen dafür, dass damit war der Zugang zu Gott ungehindert möglich war.
Einen sehr interessanten Aspekt sprach Bezirksevangelist Black an, als er die Worte Jesu am Kreuz zitierte: «Mein Gott warum hast du mich verlassen?». Das ist das einzige Mal, dass Jesus nicht vom Vater, sondern von Gott spricht. Darin wird die Vollkommenheit des Opfers offenbar.
Priester M.Löbl führte in seinem Predigtbeitrag aus, dass Jesus den Menschen die vollkommene Liebe geschenkt hat: «Er ist unser Freund, der uns gerne umarmen möchte. Schenken wir ihm doch unsere Liebe und unser Vertrauen.»
Priester G.Karl trat ebenfalls an den Altar und unterstrich den Gedanken, dass Jesus als unser Freund alles Trennende aus dem Weg geräumt hat und damit den Weg zum Ewigen Leben geebnet hat. Eine Botschaft, die allen Menschen gilt: «Lasst uns von Jesus erzählen, damit viele Menschen von der Liebe Jesu beseelt werden.»
Der Gottesdienst wurde vom Orchester, dem Gemeindechor und einer Organistin wunderbar mitgestaltet. Als besonderen Beitrag darf das Schlusslied erwähnt werden, welches von einer jungen Glaubensschwester am Klavier vorgetragen wurde, und den Gedanken des Karfreitags noch einmal unterstrich: voller Liebe und voller Hoffnung ist es ein guter Freitag.
Th. Zadrazil