Ein reines Herz voller Liebe

12.03.2025

Bezirksapostel Thomas Deubel feierte den Wochengottesdienst am 12.03.2025 in der Kirchengemeinde Jenbach in Tirol. Der Schwerpunkt lag dabei auf dem Herzen, welches das Zentrum und der Sitz unserer Gefühle ist. Es ist auch der Sitz unserer Entscheidungen die wir treffen. Das Herz ist Ausgangspunkt für unser Dienen an Jesus und dem Nächsten. Der Chor umrahmte den Gottesdienst mit passenden Musikbei

Grundlage zur Predigt im Gottesdienst war der Bibelvers aus Matthäus 5, Vers 8: "Selig sind, die reinen Herzens sind; denn sie werden Gott schauen".


Zu Beginn der Predigt ging der Bezirksapostel auf die ermutigende Botschaft „Fürchte dich nicht“ ein; diese Aussage kommt in der Bibel oft vor. Jesus verspricht, uns das Reich Gottes zu geben, und ermutigt uns, keine Angst zu haben, auch wenn wir uns manchmal unsicher oder ängstlich fühlen. Auch in solch unsicheren Zeiten, wie sie viele heute erleben, gibt es Grund zur Hoffnung, weil das Reich Gottes nicht nur eine zukünftige Verheißung, sondern bereits heute erfahrbar ist. Jesus lädt uns ein, an diesem Reich teilzuhaben. Im Eingangs-Chorlied hieß es „Kehr bei mir ein und segne mich auch heut“. Das können wir direkt auf den Gottesdienst beziehen. Im Gottesdienst wirkt Gott durch den Heiligen Geist und berührt unser Herz und möchte uns stärken.


Gott schafft ein Wunder, indem er uns durch sein Wort Orientierung gibt und uns dazu bewegt, aktiv zu werden. Sein Ziel ist es, in uns selbst einen „Himmel“ zu schaffen, ein Herz voller Liebe, das uns dazu befähigt, sowohl Gott als auch unseren Mitmenschen zu dienen. Wir wollen aus einem reinen Herzen heraus handeln, um das Gute zu erkennen und die Sünde zu überwinden. Ein reines Herz, das von Liebe erfüllt ist, ermöglicht uns Gotterleben – sowohl jetzt als auch im zukünftigen Reich. Ein Herz voller Liebe wird dazu führen, dass wir das Gute im Anderen sehen. Diese Liebe sollte sich in unserem täglichen Leben und Umgang mit anderen widerspiegeln und zwar nicht plötzlich, sondern über die Zeit hinweg, wie ein Same, der wächst und Früchte trägt. Durch unser Handeln mit einem Herz voller Liebe können wir Gott näherkommen und das Reich Gottes sowohl schon jetzt als auch in der Zukunft erleben.


Bezirksvorsteher Christoph Egger und Priester Stefan Schlechter vertieften einige Gedanken des Bezirksapostels. Sie betonten, dass wir unsere Sorgen auf den Herrn werfen dürfen und uns nicht selber in diesen Sorgen verlieren sollten. Gott begegnet uns in schwierigen und unerwarteten Situationen und leitet uns durch den Heiligen Geist an. Er kennt uns durch und durch - unsere Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft – und spricht zu uns; besonders dann, wenn wir uns unsicher oder ängstlich fühlen. Wenn Gott uns auffordert, in seiner Liebe zu handeln, sollten wir uns auf die unermessliche Liebe Gottes konzentrieren. Es ist nicht immer einfach, den Nächsten in Liebe zu sehen, besonders wenn Konflikte bestehen. Doch ein Herz voller Liebe ist fähig, den anderen so zu sehen, wie Gott ihn sieht – als geliebte Seele. Diese Liebe gibt uns die Zuversicht, dass Gott mit uns ist, und dass wir uns vor nichts und niemandem fürchten müssen.


Zur Einleitung des Heiligen Abendmahls rief der Bezirksapostel dazu auf, dass wir alle mit einem Herzen voller Liebe vergeben sollten. Das kleinste Wort, das uns verletzt hat, streichen wir, genauso wie Jesus es tut – mit Liebe und Vergebung.