Dem Gottesdienst lag das Bibelwort aus 1. Könige 17, 16 zugrunde: „Das Mehl im Topf wurde nicht verzehrt, und dem Ölkrug mangelte nichts nach dem Wort des HERRN, das er geredet hatte durch Elia“.
Ein Ausschnitt aus der Predigt von Bischof Jeram: Die Begegnung von Elia und der Witwe aus Sarepta war kein Zufall, es war von Gott gelenkt. So wie es auch kein Zufall ist, dass wir Gottesdienste erleben können. Gott möchte uns in den Gottesdiensten zeigen, dass er da ist. Das er uns helfen möchte. Wir müssen jedoch Gott auch etwas geben, damit wir ihn erleben können, nämlich unser Vertrauen. Ohne dieses Vertrauen können wir Gottes Wunder in unserem Leben nicht erkennen. Wir müssen bereit sein, zu erkennen wie Gott wirkt, auch wenn wir es oft nicht sehen oder verstehen können.
Der Bischof ermutigte die Gemeinde, sich auf die wichtigen Dinge zu konzentrieren. Beten wir um das, was wir brauchen, um das wofür wir kämpfen. Gott hilft oft auf ungewöhnliche Weise. Glauben wir an Gottes Wirken, dann erleben wir auch seine Wunder.
Priester Gerhard Schlechter ging in seinem Mitdienen darauf ein, dass wir uns auch immer wieder zurücknehmen müssen, damit Gott in uns und durch uns wirken kann. Manchen Wesenszug müssen wir ablegen, damit wir den Segen Gottes und das ewige Leben erleben können. Lassen wir uns immer wieder vom Segen Gottes überraschen - das wird uns guttun.
„Schaut der liebe Gott nicht auf uns?“ fragte der Vorsteher der Kirchengemeinde, Priester Stefan Schlechter. Gott schaut auf seine Kinder, er sorgt für sie. Aber es geht nicht nur um den irdischen Segen, es geht vor allem um den geistigen Segen. Oft wünschen wir uns zuerst ein Wunder Gottes, um dann daran zu glauben. Doch genau umgekehrt sollen wir zuerst glauben, denn dann erleben wir auch Gottes reichen Segen. Und auch wir können ein Segen für den Nächsten sein, wenn wir uns mit den Gaben, die Gott uns geschenkt hat, in der Gemeinde und zum Wohl der Menschen einbringen.
Zur Vorbereitung auf das Heilige Abendmahl sprach Bischof Jeram die Gnade Gottes an. Die Buße und die Erkenntnis, der Gnade Gottes zu bedürfen ist die 100%ige Zuwendung zu Gott. Mit dieser Erkenntnis erleben wir, was Gott uns in seiner vollkommenen Liebe schenkt. So wird auch die Feier des Heiligen Abendmahls nicht zur Gewohnheit, sondern wir können ganz bewusst mit unseren Herzen dabei sein.
S. Schlechter | N. Röthling