Woche 14 / 2024

02.04.2024

Karwoche – ein Strauss von unterschiedlichen Gefühlen!

In dieser Woche werden unsere Gedanken und Empfindungen auf die Geschehnisse gelenkt,
die unser Verhältnis zu Gott erst in dieser Prägung und Intensität möglich gemacht haben.


Wie schnell hat sich die Gunst der Masse gewandelt. Aus dem „Hosianna“ wurde „Kreuziget ihn!” Scheinbar war damit alles zu Ende. Und dann kam der Ostermorgen: Er ist auferstanden!

Der erste Teil der Karwoche stand noch im Zeichen von alltäglicher Arbeit: Am Dienstagnachmittag fand beispielsweise die erste Vorstandssitzung 2024 der NAK Schweiz statt. Entscheidungen in aktuellen Geschäften wie Bauvorhaben oder Finanzen, wie auch Weichenstellungen für die Zukunft der Kirche als Organisation sind Inhalte einer solchen Sitzung. Dabei wird fleissig diskutiert und abgewogen. Der Meinungsbildungsprozess kann sich je nach Gewichtung auch über mehrere Tagungen hinziehen.

Das habe ich noch nie gemacht! Diese Feststellung traf auf ein Erleben in dieser Woche zu. Eine Glaubensschwester hatte jahrzehntelang mit der Frage gelebt, ob das Sakrament der Heiligen Versiegelung wirklich an ihr vollzogen wurde. Bedingt durch die damaligen Verhältnisse bestanden erhebliche Zweifel. Begleitet durch besondere Erlebnisse durfte nun in der heiligen Handlung der Sakramentsspendung diese Unsicherheit beseitigt werden. Der zuständige Bischof und ich erlebten zusammen mit der Schwester bewegende und tief emotionale Momente, die sich tief in die Herzen eingraviert haben.

Der Stammapostel kommt an Karfreitag nach Wil! Diese Freudenbotschaft begleitete die Geschwister aus dem gleichnamigen Kirchenbezirk schon seit einigen Monaten. Viel wurde im Vorfeld auf dieses Erleben hingearbeitet, geübt und vorbereitet. Jetzt ist es so weit. Fast die ganze Gemeinde hat sich auf dem Vorplatz versammelt, um den Stammapostel mit seinen Gästen willkommen zu heissen. Fühl- und sichtbar ist die Freude. Es kommt mir wieder so vor, als würde der Stammapostel einen Besuch bei uns zu Hause machen. In einem stärkenden, berührenden und sehr inspirierenden Gottesdienst durften wir durch das Dienen aus dem Heiligen Geist erleben, wie sich der dreieinige Gott in seiner Liebe unser aller annimmt. Mitgedient haben die beiden eingeladenen Gastapostel Martin Rheinberger (Süddeutschland) und Ralf Vicariesmann (Nordostdeutschland). Mit wunderschönen Liedern haben der Chor und ein Kinderchor besondere Schwerpunkte gesetzt und das gesprochene Wort unterstrichen. Besonders angetan hat uns das mit Begeisterung vorgetragene Schlusslied.

Gott ist die Liebe - Gebietskirche Schweiz (nak.ch)

Den Ostermorgen darf ich zusammen mit den Geschwistern und Amtsträgern der drei Gemeinden Schaffhausen-Herblingen, Schaffhausen-Neuhausen und Wilchingen in unserer am Ufer des Rheins gelegenen Kirche Schaffhausen-Neuhausen erleben. Die Osterfreude beflügelt. Wir glauben an die Auferstehung Jesu. Es hat nicht nur die Seinen damals froh gemacht, sondern auch uns heute.   Apostel Paulus hat es der Gemeinde in Korinth in seinem ersten Brief schön erklärt.(1. Korinther, Kapitel 15).

Das Wirken unserer Chöre begeistert mich. Das geht mir auch an diesem Morgen so. Es ist eine wunderschöne Wechselwirkung zwischen dem verkündigten Wort Gottes und den Vorträgen. 

Die beiden Solovorträge von Violine und Klavier sind Überraschungsstücke für den in den Ruhestand gehenden Vertreter des Vorstehers. In der Ernennung eines neuen Vertreters liegt die starke Botschaft: es geht weiter.

Eine schöne Tradition der Gemeinde wird auch an diesem Morgen nach dem Gottesdienst gepflegt: Die Möglichkeit zu vielen Gesprächen und zum Gedankenaustausch untereinander wird beim anschliessenden Aperitif gelebt. Frohe Ostern!

«Siehe, ich sage euch ein Geheimnis: Wir werden nicht alle entschlafen, wir werden aber alle verwandelt werden; und das plötzlich, in einem Augenblick, zur Zeit der letzten Posaune. Denn es wird die Posaune erschallen und die Toten werden auferstehen unverweslich, und wir werden verwandelt werden.» (1. Korinther 15, 51 und 52) Unser Herr kommt!