Ein wunderbarer Dreiklang, der sich auch in den vorgegebenen Leitgedanken widerspiegelt. Psalm 146, Verse 7 + 8.“Der Herr macht die Gefangenen frei. Der Herr macht die Blinden sehend. Der Herr richtet auf, die niedergeschlagen sind. Der Herr liebt die Gerechten“. Eine Parallele findet sich in Lukas, 4, Verse 18 + 19, ebenfalls mit dem Hinweis auf das Predigen den Gefangenen, dass sie frei sein mögen, den Blinden, dass sie sehen sollen und den Zerschlagenen, dass sie zur Freiheit entlassen werden. Jesus Christus befreit von den Sünden, die dies wollen, den Lebenden wie den Toten. Der Geist lehrt uns, dass wir das Wirken Gottes, das Leid des Nächsten, aber auch die eigenen Schwächen erkennen. Der Geist ruft uns auf, auch die Niedergeschlagenen zu trösten.
Nach dem Predigtbeitrag und der Feier des Heiligen Abendmahles folgt der Segen zur Rubinhochzeit. Zur Einstimmung spielt die Orgelspielerin das Wunschlied „So nimm den meine Hände und führe mich“. Eine göttliche Fügung ist auch, dass, wie zum Gottesdienst ein Wort aus den Psalmen, auch der seinerzeitige Trautext aus den Psalmen stammt. Psalm 103, Vers 8 „Barmherzig und gnädig ist der Herr, geduldig und von grosser Güte“. Der Vorsteher wies darauf hin, dass das Paar am Hochzeitstag dem Herrn ewige Treue geschworen hat. Der Herr wurde also mit ins Boot geholt. Gott ist treu, er ist da, auch wenn manchmal, nach der ersten Verliebtheit, Fehler sichtbar werden, es etwas kritisch aussieht, wenn es kriselt, er bleibt treu! Der Rubin trägt die Farbe der Liebe. Die Liebe zu Gott und in erster Linie die Liebe zueinander. Der damalige Hochzeitssegen wird heute mit dem neuen Bund, der mit Gott erweitert wird, angereichert.
Nach der Segensspendung und dem Ertönen des Schlussliedes der Orgel endete dieser Segenstag.