Hirte Feihl begann die Verabschiedung mit den Worten aus Psalm 90, Vers 12, 14, 16: “Lehre uns bedenken, dass wir sterben müssen, auf dass wir klug werden. Fülle uns frühe mit deiner Gnade, so wollen wir rühmen und fröhlich sein unser Leben lang. Zeige deinen Knechten deine Werke und deine Herrlichkeit ihren Kindern“. Ein kleiner Chor der Kirchengemeinde Steyr umrahmte diese Trauerfeier.
Aus dem Lebenslauf ging hervor, dass der Verstorbene die entbehrungsreichen Jahre des zweiten Weltkrieges und die Nachkriegszeit mit erleben musste, die ihn sehr geprägt hatten. Die Wertschätzung des Lebens und der Natur mit all ihren Gaben begleitete ihn daher sein restliches Leben.
Vielen wird er noch als Christbaumhändler in Erinnerung sein. Er hat diesen Beruf geliebt, die harte körperliche Arbeit des Schlägerns der Bäume in der freien Natur sowie das Kennenlernen interessanter Persönlichkeiten wie Förster, Waldarbeiter und Gutshofbesitzer, die ihm noch viele Jahre später als gute Freunde verbunden waren.
Was ihn als Menschen ausgemacht hat, war, dass er die Natur liebte und immer bemüht war, diese in ihrer Schönheit und Vielfalt zu schützen. Er sorgte gut und großzügig für die Menschen, die er liebte und war immer hilfsbereit, wertschätzend und respektvoll gegenüber seinen Mitmenschen. Er hatte ein erfülltes Leben.
Auch in den letzten Jahren seines Lebens hat er trotz vieler Operationen und der zu ertragenden Schmerzen noch eine gesunde Portion Optimismus an den Tag gelegt und immer tapfer nach vorne geblickt. Er konnte sich noch an vielen kleinen Dingen erfreuen und war eingebettet in die Liebe und Fürsorge der Menschen, die ihn geliebt haben.
Die Worte auf dem Trauerbillet „Danke für ein stilles Gebet, für eine stumme Umarmung, für die tröstenden Worte, für einen Händedruck, wenn Worte fehlten, für alle Zeichen der Liebe und Freundschaft“ können als Gruß aus der Ewigkeit an die Hinterbliebenen verstanden werden. Aber sie sind auch Ausdruck seines Dankes an die Lieben, die hier in Trauer gekommen sind“.
Der Tod tritt ein, wir können es nicht ändern und unsere Herzen trauern. Wenn wir nicht traurig wären, hätten wir nicht geliebt. Doch die Liebe Gottes gibt Trost und die Zuversicht, auf ewiges Leben.
Mit den Klängen des Liedes „It’s my way“ endete die Verabschiedung von Günther Köstenberger.
Werner Degenfellner | Bärbel Altmüller