Ökumenischer Gedenkgottesdienst für Terroropfer

18.02.2025

Um der Fassungslosigkeit und Trauer nach dem Terroranschlag in Villach Ausdruck zu verleihen, Solidarität mit den Opfern und deren Familien zu zeigen und die Hoffnung zu stärken, fanden am 18. Februar ein Schweigemarsch und ein ökumenischer Gedenkgottesdienst statt.

Der terroristisch motivierte Anschlag in Villach am 15. Februar 2025, bei welchem ein 14 Jähriger getötet und fünf Personen teils schwer verletzt wurden hinterließ Fassungslosigkeit tiefe Betroffenheit und Trauer weit über die Stadt Villach oder das Land Kärnten hinaus.

Am 18. Februar um 18 Uhr startete eine Lichterprozession mit ca. 4000 Anwesenden bei der Nikolaikirche in der Villacher Innenstadt und führte über die für den Verkehr gesperrte Stadtbrücke vorbei an der Stelle des Anschlags. Dabei läuteten alle Glocken der christlichen Gemeinden Villachs. Am eingerichteten Gedenkplatz an der Stadtbrücke hatten Trauernde die Möglichkeit, ihre Kerzen und Blumen abzulegen. Auch die Neuapostolische Kirche hat sich daran beteiligt.

Ebenso war der Bezirksvorsteher des neuapostolischen Kirchenbezirks Kärnten im Gedenkgottesdienst vertreten, welcher vom katholischen Diözesanbischof Josef Marketz und dem evangelischen Superintendenten Manfred Sauer gehalten wurde.

Superintendenten Manfred Sauer sprach vom schmerzlichen Gegensatz von Dunkelheit und Licht, von Trauer, jedoch auch von Zuversicht – sogar in Bezug auf den Anschlag. Denn Verblendung und Hellsichtigkeit liegen so nah beieinander, so Sauer, welcher damit auf die Gegensätze zwischen dem Attentäter und jenem Mann verwies, der diesen stoppte.

Bischof Marketz wandte sich in seinen Worten vor allem an die jungen Menschen, welche auch in der Berichterstattung so viel Liebevolles und Hoffnungsvolles zum Ausdruck brachten. So sei Hoffnung für ihn zum zentralen Begriff geworden. Niemand solle sich sein Herz durch Hass vergiften lassen, denn Hass vergiftet auch die Hoffnung. Und ohne Hoffnung schwindet auch die Lebenskraft.

Auch Bürgermeister Albel und Bundeskanzler Schallenberg richten ihr Wort an die am Gottesdienst Teilnehmenden.
Zum Abschluss wurde gemeinsam das ökumenische Lied "Komm, Herr, segne uns, dass wir uns nicht trennen" gesungen.