Das wird auch in den Gemeinden spürbar. In dieser Zeit feiern etliche Gemeinden zusammen Gottesdienst. Das ist auch zu berücksichtigen, wenn ein Überraschungsbesuch stattfinden soll. So überraschte ich die Gemeinde Frauenfeld nicht an ihrem Standort, sondern in Weinfelden. Zusammen mit den Geschwistern der Gemeinden Romanshorn und Weinfelden erlebten wir in unserer Kirche Weinfelden am Mittwochabend die Gemeinschaft im Gottesdienst.
Die abgesagte Reise nach Cuba bescherte mir etwas Freiraum für Besuche und Termine. Der Kalender hat sich sehr schnell wieder gefüllt.
Am frühen Donnerstagmorgen starteten wir bei strömendem Regen Richtung Süden. In den Sommermonaten war es in den vergangenen Jahren zu einer schönen Tradition geworden, das eine oder andere Kinderlager zu besuchen. Ziel heute ist die Gotthardpasshöhe (Passo del San Gottardo). Das Kinderlager Tino (Ticino und Italia Nord-Ovest) machte von seinem Standort Dalpe aus einen Tagesausflug an den Ort, wo sich Gewässer scheiden, verschiedene Kultur- und Sprachräume verbinden, Ort der eine der wichtigen Verbindungen zwischen Nord und Süd ist.
Wir erwarten die Kinder und ihre Begleitung. Im einfahrenden Postauto sehen wir die freudig winkenden Kinder. Sie haben uns sofort erkannt. Eine herzliche Begrüssung erfolgt und schon sind wir mittendrin. Drei Glaubensschwestern aus Winterthur haben dasselbe Ausflugsziel gewählt und entsteigen dem Postauto. Auch für sie sind wir zum Empfangskomitee geworden.
Zunächst gibt es eine kleine Wanderung in die Nähe der Schneefelder. Dort gibt es die Verpflegung aus dem Rucksack und anschliessend Rutschpartien auf dem Schnee. Ein besonderer Höhepunkt dieses Ausfluges ist die Besichtigung der früher streng geheimen Festung Sasso San Gottardo.
Bei allen Tätigkeiten gibt es Gelegenheit für persönliche Gespräche mit den Kindern und Leitenden, natürlich mehrheitlich in Italienisch. Es ist ein bereicherndes Erleben, wo ich die Wünsche, Freuden und Sorgen mitbekomme. Viel zu schnell heisst es Abschied nehmen: Arrivederci!
Es ist kühl, aber sonnig an diesem Sonntagmorgen. Wieder einmal wird mich die Bahn zum Gottesdienstort bringen. Zunächst ist Sissach die Station zum Aussteigen. Der Bezirksvorsteher holt mich ab und nach «Kaffee und Gipfeli» geht es weiter nach Liestal BL. Im Gottesdienst in Liestal zusammen mit den drei Gemeinden Liestal BL, Rheinfelden AG und Stein AG empfangen wir Speise für die Seele.
Die Freude über diese ursprünglich nicht geplante Begegnung wird sowohl bei der Begrüssung wie auch bei der Verabschiedung immer wieder zum Ausdruck gebracht.
Lieder zum Lobpreis und zur Ehre Gottes erklingen während des ganzen Gottesdienstes und bestätigen in wunderschöner Weise das Wirken im Wort.
Nach dem Gottesdienst gibt es auf dem Vorplatz der Kirche noch Gelegenheit, bei liebevoll zubereiteter Verpflegung im Gespräch und Austausch untereinander zu verweilen. Nicht ohne Wegzehrung trete ich die Rückreise an. Gerne verweisen wir auf folgenden Link:
Die schönste Predigt ist wirkungslos, wenn wir nichts in den Alltag mitnehmen - Ein Aufruf zu lebendigem Glauben - Gebietskirche Schweiz (nak.ch)
Im nächsten Reisebericht werde ich von einer Reise berichten, die mich ins Grenzgebiet zwischen Europa und Asien führen wird.