Dem Kindergottesdienst lag das Bibelwort aus Psalm 23, 1 zugrunde: „Ein Psalm Davids. Der HERR ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln“.
Zu Beginn des Gottesdienstes erklärte Priester Alex den Kindern, dass ein Gottesdienst dazu da ist, die seelischen Akkus wieder aufzuladen. Er machte das am Beispiel des gerade nicht funktionierenden Mikrophones deutlich, wo man ohne geladene Akkus nicht gehört wird. Danach machte der Priester die Kinder auf das vorbereitete Flip Chart aufmerksam, auf dem eine Wiese und ein einzelnes Schaf zu sehen waren. Er fragte die Kinder, wie sich das Schaf wohl fühlen wird. Auch wenn es genug zu trinken und zu essen hat, ist es doch allein. Daraufhin klebten die Kinder ihre Schafe zu dem einzelnen Schaf dazu, wodurch es nicht mehr allein war. Schafe sind immer wieder Gefahren ausgesetzt. In dem Beispiel war es der Wolf genannt «Einsamkeit», der zur Gefahr wird. Den Kindern wurde bewußt, dass sich die Schafe auf ihren Hirten verlassen können und sie dadurch nie allein sind. So sind auch wir durch unseren Hirten Jesus Christus niemals alleingelassen.
Priester Thomas zeigte den Kindern die «Kampfformation» der Schafe: kuscheln und in die Mitte nehmen. Dann hat auch der Wolf genannt «Missverständnis» keine Chance. Auf unseren Alltag übertragen heißt das, immer wieder aufeinander zugehen, aufeinander achten, damit keine Missverständnisse zu Ärger oder Kummer führen.
Diakonin Marlies erklärte den Kindern, dass es wegen der Schule oder des Kindergartens nicht immer geht, wie die Schafe zum Schutz in eine «Kampfformation» innerhalb der Herde zu gehen. Aber man weiß, wo die Herde ist, in der man sicher ist. Auch wenn alle Kinder verschieden sind, sind wir doch vereint als Kinder Gottes. Suchen wir immer wieder den Schutz und die Gemeinschaft in unserer Herde, in unserer Kirchengemeinde.
Zur Vorbereitung auf das Heilige Abendmahl ging Priester Alex auch noch einmal auf das Beispiel des verirrten Schafes ein. Jesus freut sich über jedes seiner Kinder das gefunden wird, wie der Hirte sich über sein gefundenes Schaf freut.
Der Gottesdienst wurde mit Liedern des Kinderchores und, als Bußlied, von einem Trompetensolo mitgestaltet. Nach dem Gottesdienst durften alle Gottesdienstbesucher ihre Schafe auf das Flipchart kleben, sodass eine noch größere Herde entstand.
Danach wurde zusammen gegessen und als die Glocke läutete, war das Spielefest eröffnet. Die Kinder mussten unterschiedliche Länder bereisen und verschiedene Aufgaben lösen, z.B. in China eine Brücke über den Jangtsekiang bauen oder in Indien Gewürze am Duft erkennen. Im kalten Norden gab es Schwedenbomben zu essen und die Kinder konnten Schätze aus dem Eis schlagen. In Italien eine Pizza backen und zum Ofen balancieren und in Mexiko den Käse von Speedy Gonzales schnappen.
Bevor es Eis für alle gab, musste noch eine letzte Aufgabe gelöst werden: ein Reifen musste im Kreis durchgegeben werden, wobei sich alle an den Händen hielten und diese nicht losgelassen werden durften.
Dank der vielen fleißigen Hände, die alles organiserten, konnte dieser schöne Tag erlebt werden.
M. u. A. Seifriedsberger | N. Röthling