Woche 16 / 2024

16.04.2024

Nahtlos ging es weiter. Nach der Rückkehr am Sonntag blieb kaum Zeit zur Vorbereitung auf die neue Woche. Am Montag und Dienstag fand für Bischof Jeram, für meinen Sekretär, Bezirksevangelist Frei und mich die letzte Apostel- und Bischofversammlung der Schweiz und Österreich statt.


Es waren auch Gastreferenten eingeladen. Nachstehend eine Auswahl an besprochenen Themen:

Als Arbeitsgruppenverantwortlicher für die Ausbildung unserer Amtsträgerinnen und Amtsträger informierte uns Bezirksevangelist i.R. Adrian Plüss über das Seminarangebot in der Gebietskirche Schweiz. Miteinander erlebten wir zudem eine Kurzform des Seminars «Vergebung und Versöhnung».

Apostel Keller gab uns einen Einblick in die Zusammenarbeit mit der Gebietskirche Süddeutschland im Bereich Ausbildung. Wir wollen gegenseitig voneinander profitieren und Ausbildungsinhalte, die wir selber nicht im Angebot haben, künftig zugänglich machen.

Evangelist Andreas Grossglauser gab Einblick in die schier unüberschaubare Vielzahl von Angeboten auf dem «Markt» der Esoterik. Es besteht die grosse Gefahr, dass solches Gedankengut mit dem Evangelium vermischt wird und unseren Glauben nachhaltig schädigen kann. Es ist unser Auftrag, als Wächter und Mahner darauf aufmerksam zu machen und die Lehre reinzuhalten. Ein Austausch über gemachte Erfahrungen ergänzte den Vortrag. Es ist geplant, dieses Thema in die Gemeinden weiterzutragen. 

Ab dem neuen Schuljahr kommt das neue Lehrmittel Religionsunterricht zum Einsatz. Bezirksevangelist Urs Frei weckte unser Interesse und überzeugte uns, dass sich die Kinder auf das neue Werk freuen dürfen.

An der Bahnlinie von Zürich nach Biel liegt Solothurn. Unsere auch heute noch futuristisch anmutende Kirche ist heue Mittwochabend für mich und die Gemeinde Ort der Begegnung mit unserem grossen Gott. Nur ein paar wenige Gehminuten vom Bahnhof entfernt habe ich sie erreicht und werde herzlich empfangen. Es sind schon viele Geschwister da, so dass ich fast nicht weiss, wo anfangen mit begrüssen. Ein Kleinkind und sein Mami sind neben dem bewegten Vater, um gemeinsam in der Heiligen Versiegelung die Gabe des Heiligen Geistes zu empfangen. Die Verwandten, inklusive Urgrossmutter, sind extra aus Deutschland angereist, um dieses Fest zu erleben. Es sind jedes Mal nicht zu beschreibende Augenblicke, wenn neue Gotteskinder geboren werden. Musikalisch wurden wir in diesem Gottesdienst ebenfalls verwöhnt. Ein richtiges Fest für die Seele.

Schon lange freute ich mich auf diesen Sonntag. Alle zwei Jahre findet ein Festtag für unsere Geschwister mit Beeinträchtigung und ihre Angehörigen statt. Diesmal wollte ich wieder einmal dabei sein. Unsere Kirche in Bülach ist dazu besonders geeignet. Der Bezirksapostelhelfer begleitet mich. Schon mehr als eine Stunde vor Gottesdienstbeginn versammeln wir uns im Foyer zur Begrüssung und einer kleinen Zwischenverpflegung, sind doch Geschwister aus der ganzen Deutschschweiz angereist. Umarmt, gedrückt und geküsst zu werden von meinen Mitgeschwistern, die mit der einen oder anderen Einschränkung durchs Leben gehen ist eine ganz intensive Erfahrung und berührt mich tief im Inneren. Ungekünstelt und ganz direkt zeigen sie ihre Freude. Ich darf einfach einer von ihnen sein und das ist so schön. Ich fühle mich reich beschenkt.

Viel wurde vorbereitet und investiert in einen reibungslosen Ablauf. Es gilt an sehr viel zu denken. Das zahlt sich aus. Danke an die grosse Helferschar im Hintergrund. Auch viele junge Schwestern und Brüder engagieren sich sind in der Betreuung und umsorgen liebevoll die Gäste. Es ist gelebte Nächstenliebe.  

Mit der Geschichte «Ich bin einmalig» werden wir auf den Gottesdienst eingestimmt. Das Armband, das alle erhalten, trägt die gleiche Aussage. Unsere Geschwister, denen dieser Tag gilt, sind erfrischend direkt, sehr spontan und für Überraschungen gut. Das macht auch den Gottesdienst zu einem besonders schönen Erleben. Wenn sie berührt werden und Freude empfinden, bringen sie das unvermittelt zum Ausdruck. Für mich denke ich, oft sind wir viel zu zurückhaltend, wenn unsere Seelen berührt werden.

Das Heilige Abendmahl für die Entschlafenen in dieser wunderschönen Gemeinschaft zu erleben, hat mich tief bewegt. Ein solcher Friede und eine solch tiefe Stille habe ich noch nicht so oft erlebt.

Am Nachmittag stehen der Bezirksapostelhelfer und ich für Seelsorgespräche zur Verfügung. Gerne gehen wir aber auch von Tisch zu Tisch, um Gemeinschaft zu pflegen, uns auszutauschen und einfach einander nahe zu sein. Gerne verweisen wir auf folgenden Link:
Teilen und es reicht für alle… - Gebietskirche Schweiz (nak.ch)

Mit vielen Eindrücken, die Herz und Seele bewegen, geht ein reich erfüllter Sonntag zu Ende. Die Vorfreude auf den nächsten Anlass lässt das Abschiednehmen etwas leichter werden.