Kann ich das noch glauben?

31.03.2024

Den Gottesdienst zum Ostersonntag, 31. März 2024, hielt Bischof Jeram im Kirchenbezirk Tirol, in Innsbruck. Der Gottesdienst stand ganz im Zeichen, dass Jesus uns eine neue Hoffnung und den göttlichen Frieden schenken möchte.

Bibelwort 1 Kor 15, 20.21

Nun aber ist Christus auferweckt von den Toten als Erstling unter denen, die entschlafen sind. Denn da durch einen Menschen der Tod gekommen ist, so kommt auch durch einen Menschen die Auferstehung der Toten.

„Dem Herrn sei Dank, dass wir in der Christenheit Rituale und Traditionen pflegen und zwar aus dem einen Grund, dass wir etwas wach und lebendig halten, was wahrhaftig geschehen ist. Würden wir das alles nicht tun, wären die Geschehnisse alles vergessen. Die nächste Generation wüsste nicht, dass Jesus Christus auferstanden ist von den Toten, dass das wahrhaftig ist, dass es keine blosse Geschichte ist, die sich jemand ausgedacht hat.“ - damit leitete der Bischof diesen Ostergottesdienst ein.

Jesus Christus hat durch seinen sündlosen Tod den Menschen denZugang zum ewigen Leben geöffnet. Damit hat sich alles verändert. Der Bischof fragte die Gemeinde: "Ehrlich – wieviel Wirkungsmacht hat das noch in uns, was Gott für uns getan hat und auch noch tut? Wieviel Einfluss hat das noch in unserem Leben?" Jeder Tag in unserem Leben ist eine neue Hoffnung, weil Jesus Christus lebt. Jesus Christus kam zu seinen verunsicherten und aufgeregten Jüngern und sprach: „Der Friede sei mit Euch“.

Bischof Jeram wieß darauf hin, dass der Ostergruß heute noch Relevanz hat, mitten in einer Zeit wo wir vieles nicht mehr verstehen, wo alles anders wird. "Kann ich das noch glauben? Kommst Du noch Herr Jesus?" Mitten in diese Verwirrung kommt Jesus Christus und spricht zu uns: „Der Friede sei mit Euch!“

Hirte Ranalter und Bezirksvorsteher Egger gingen in ihren Predigtbeiträgen darauf ein:

  • dass Jesus Christus nicht weit weg ist, er lebt in uns. Reden wir mit ihm über alles, was uns bewegt und beschäftigt. Dadurch geht es uns vielleicht nicht immer gleich besser, aber wir wissen, dass wir nicht allein sind.
  • dass wir eine Perspektive, eine lebendige Hoffnung haben - wir wissen manchmal nicht weiter, aber wir geben nicht auf, zusammen mit unserem Herrn schaffen wir es.
  • spüren wir den göttlichen Frieden? Dieser Frieden kann uns verändern. Mit diesem Frieden in uns kommen wir jeden Tag ein Stück näher zur himmlischen Herrlichkeit, das ist unsere Hoffnung.

Zur Vorbereitung auf das Heilige Abendmahl ging der Bischof darauf ein, dass es passieren kann, dass wir manchmal die Sündenvergebung nicht wahrnehmen können. Dann können wir aber die Gewissheit haben, dass Jesus Christus im Heiligen Abendmahl seinen Leib und sein Blut gibt und somit etwas Göttliches passiert. Durch sein Opfer sind uns die Sünden vergeben. Lassen wir uns darauf ein, mit viel Gefühl oder auch mit dem Wissen, es ist von Jesus Christus geschenkt.

Der Chor gestaltete mit seinen Liedern diesen besonderen Gottesdienst mit und im Anschluss war noch Gelegenheit etwas Zeit in der Gemeinschaft zu verbringen.

N. Röthling