Woche 40 / 2023

03.10.2023

Von Baden-Württemberg nach Baden-Wettingen. Die Auflösung zu diesem Wortspiel folgt weiter unten.

Zunächst beginnen wir mit dem Dienstag. Heute ist Interviewtag. Der Stammapostel hat in der vorletzten Bezirksapostelversammlung interessante Aussagen zum Thema Gottesbilder und der wahre Gott gemacht. Diese Hinweise waren bislang den Amtsträgerinnen und Amtsträgern zugänglich. Es ist mein Wunsch, dass diese auch zu den Geschwistern gelangen. Über das Wie haben wir uns Gedanken gemacht und sind zum Ergebnis gekommen, es einmal in Form eines Interviews zu machen. In einigen Wochen wird das Resultat auf unserer Homepage veröffentlicht. Ich bin gespannt, wie es ankommen wird. Die Aufnahmen haben wir draussen an einem schönen Ort gemacht. Die herbstliche Kühle ist mir dabei etwas in die Knochen gefahren, aber es war trotzdem eine grossartige Erfahrung.

Am Nachmittag widmeten wir uns in der Verwaltung intensiv dem Budgetentwurf für das kommende Jahr 2024. Die Arbeiten dazu sind schon weit gediehen, so dass das Budget in der letzten Sitzung dieses Jahres dem Vorstand vorgelegt und ihm zur Abnahme empfohlen werden kann.

Kommen wir zur Auflösung des Wortspiels. Bezirksapostel Michael Ehrich aus Süddeutschland hat mich vor einiger Zeit gefragt, wo ich am Mittwochabend Gottesdienst halte. Da am Folgetag die Bezirksapostelversammlung Europa in Zürich stattfindet und er an dem Tag Termine in der Nähe der Schweizergrenze habe, könnte er mich dabei begleiten.

So kam es, dass wir zu zweit nach Baden-Wettingen fuhren, um zusammen mit der Gemeinde Gottesdienst zu erleben. In schöner Gemeinschaft konnten wir Gottes Wirken an unseren Seelen erfahren. Die Geschwister gaben dabei ihrer besonderen Dankbarkeit und Freude Ausdruck. Vom festlichen Altarschmuck bis zum musikalischen Mitwirken durch Chor und Orchester war alles zum guten Gelingen vorbereitet und trug zu einem bleibenden Erleben bei.

In der Bezirksapostelversammlung Europa (BAVE) durften wir an diesem Donnerstag einen neuen Teilnehmer begrüssen. Bezirksapostelhelfer Thomas Deubel hatte seine Premiere in diesem Kreis. Ich bin sehr dankbar für meinen Nachfolger und freue mich über die gemeinsame Zeit in der Einführungsphase.

Wie immer beschäftigten wir uns mit aktuellen geistlichen und organisatorischen Themen. Die Entwicklung im gesellschaftlichen Leben und auch die allgemeine Lage auf dieser Welt erfordern umgehendes Handeln und die Suche nach zeitgemässen Antworten. Das Erlösungswerk muss sich mitten in den Herausforderungen der Zeit behaupten und entsprechend reagieren.

Schnell naht das Monatsende und der Oktober beginnt. Am ersten Oktobersonntag zieht es mich an das Ufer des Lac Léman, genauer gesagt nach Lausanne. Unsere schöne Gemeinde am Hauptort des Kantons Vaud ist in Feststimmung. Im Jahr 1923 wurde die Gemeinde gegründet und darf deshalb in diesem Jahr das einhundertjährige Bestehen feiern. Evénement no 1 : « Ouverture de la période du centenaire de la communauté de Lausanne dimanche 1er octobre 2023, service divin par notre apôtre de district » steht über dem ersten Sonntag. Weitere Aktivitäten werden bis Ende Jahr folgen. Ein guter Grund für ein Fest, bei dem Seele, Geist und Leib zum Zuge kommen. Bei meinem Eintreffen dreiviertel Stunden vor Gottesdienstbeginn sind bereits viele Geschwister da und eine herzliche Begrüssungstour beginnt. Vom blauen Himmel strahlt die Morgensonne und unterstreicht die festliche Atmosphäre.

Was gibt es Schöneres, als wenn an einem Jubeltag auch noch die Gemeinde wächst. Zwei Kinder erhalten die Gabe des Heiligen Geistes und werden in die Gemeinde eingefügt.             

Neben der sichtbaren wissen wir auch die unsichtbare Gemeinde bei uns. Die Glaubensväter und Glaubensmütter, die Pionierarbeit geleistet haben, nehmen auch aus der jenseitigen Welt Anteil an der Weiterentwicklung und Vollendung.   

Der Festgottesdienst wurde musikalisch wunderschön mitgestaltet durch den Chor ENArmonie und die Instrumentalensembles. In seiner Wirkung brachte der Altarschmuck die Festfreude zum Ausdruck.

Im Anschluss an den Gottesdienst kam die ganze Gemeinde in den Genuss einer speziellen Chorprobe. Die bisherige Leiterin des Chores wurde zunächst für ihre grosse Arbeit mit dem Chor geehrt und mit einem besonderen Dank bedacht. Anschliessend übte sie mit uns allen ein sechsstimmiges Lied ein, während die Installation der Technik für das Vorführen des Videos über die Geschichte der Gemeinde erfolgte.

Das Ganze hatte hungrig gemacht und deshalb war der reichhaltige «Apéro dînatoire» eine gute Gelegenheit, Hunger und Durst zu stillen und gleichzeitig im Gespräch so manche Erinnerung auszutauschen und sich gegenseitig zu stärken und zu erfreuen.

C'était magnifique et émouvant ! Au revoir !