Ab 10 Uhr trafen die ersten Geschwister ein. Es gab zur Begrüssung Kaffee und Gipfeli oder Zopf. Die «Schür» musste für den Gottesdienst bereitet werden. Dieser war auf 11:30 Uhr angekündigt.
Der Vorsteher Hirte Zbinden diente mit dem Wort aus Psalm 27 dem vierten Vers: «Eines bitte ich vom HERRN, das hätte ich gerne: dass ich im Hause des HERRN bleiben könne mein Leben lang, zu schauen die schönen Gottesdienste des HERRN und seinen Tempel zu betrachten.»
Zuerst dankte der Vorsteher allen, welche zum Gelingen des aktuellen Anlasses mitgeholfen haben. Er dankte auch allen Mithelfer in den verschiedensten Dienste, welche für unsere Gemeinde tätig sind.
Zum Textwort strich er den Begriff «Gottesdienst» heraus. Dieser wird nur in den Übersetzung von Luther verwendet. In anderen Übersetzungen heisst es: «zu schauen die Freundlichkeit des HERRN und nachzusinnen in seinem Tempel» (Zürcher Bibel). Er bat auch zu bedenken, dass für das Seelenleben jeder Gottesdienst wichtig sei.
Er ging dann im Besonderen auf den Begriff «Tempel» ein. Der Tempel ist nicht nur das Haus, die Kirche an der Anemonenstrasse. Es ist vor allem die Gemeinde. Es sind die Christen, welche sich im Gottesdienst versammeln. Es hat jedes Gaben erhalten. Keines ist mit allen Gaben gesegnet. Deshalb braucht der Gemeinde-Tempel auch jedes Einzelne. Es ist aber auch jedes einzelne ein Tempel für sich und seine Mitmenschen.
Der mitdienende Amtsträger wies auf die Tempelreinigung hin. Es ist immer wieder nötig den Gemeindetempel und seinen Herzenstempel zu reinigen. Dies geschieht beim Heiligen Abendmahl. Dann treten wir in die Gemeinschaft mit Jesus Christus unserem Herrn.
Der Gottesdienst wurde mit Lieder des Chores umrahmt und eine Organistin begleitete den Gemeindegesang.
Schon während dem Gottesdienst wurden feine Fleischwaren am Grill bereitet. Viele Salate wurden dazu gereicht. Später verwöhnte das Dessert-Buffet die Geschwister mit Kuchen, Torten, Fruchtsalat und verschiedenen Crèmen.
Beim gemütlichen Zusammensein drinnen und draussen führten die Anwesenden viele Gespräche. Die Kinder suchten im Wald eine Schatzkiste, welche viel zu schnell gefunden wurde. Einige kleine Hunde sorgten für Leben um das Haus herum.
Es war für alle ein gelungener Anlass, auch weil das Wetter mitmachte.